Unter Experten und Analysten wächst die Sorge, dass die Investitionen in KI zu schnell voranschreiten.
Photo Credit: Reuters
Sam Altman, CEO von OpenAI, verglich den aktuellen Hype um generative künstliche Intelligenz (KI) mit der berüchtigten Dotcom Blase der 1990er Jahre. Dem Bericht zufolge äußerte Altman diese Bemerkung in einem Interview mit Journalisten. Darin betonte er, dass Investoren, die hoch bewertete KI Startups finanzieren, künftig „die Finger verbrennen“ könnten. Damit räumte der CEO von OpenAI erstmals offen ein, dass der KI Markt voller überteuerter Unternehmen sein könnte, deren Wachstum möglicherweise nicht der vorgeschlagenen Bewertung entspricht.
Seine Bemerkungen verstärken die wachsende Sorge von Experten und Analysten, dass die Investitionen in KI zu schnell voranschreiten.
OpenAI-CEO Sam Altman glaubt, dass sich der Markt für künstliche Intelligenz in einer Blase befindet
Laut The Verge wurde Altman im Interview gefragt, ob er die Begeisterung der Investoren für KI für übertrieben halte. Der CEO eines der einflussreichsten KI-Unternehmen der Welt bestätigte dies und verglich den rasanten Aufstieg der KI mit der Dotcom Blase der 1990er Jahre.
Um den Vergleich in einen besseren Kontext zu setzen: Ende der 1990er Jahre erlebten Internetunternehmen („Dotcoms“) einen massiven Hype bei den Anlegern. Diese Unternehmen sammelten große Summen zu astronomischen Bewertungen ein, da sie davon überzeugt waren, dass das Internet die Macht haben würde, die Welt grundlegend zu verändern. Obwohl sich diese Vorhersage bewahrheitete, konnte sich nicht jedes Unternehmen wie Google oder Amazon behaupten und wachsen.
Altman griff außerdem junge Startups an, die kaum mehr als eine Idee hatten, aber dennoch Millionen in Finanzierungsrunden einsammelten. „Investoren, die in Startups mit drei Leuten und keinem Produkt investieren – das ist Wahnsinn. Da wird sich jemand die Finger verbrennen. Jemand wird enorm viel Geld verlieren“, warnte er.
Seine Kommentare verstärken die wachsende Besorgnis von Experten und Analysten, dass die Investitionen in KI zu schnell voranschreiten. Alibaba-Mitbegründer Joe Tsai, Ray Dalio von Bridgewater Associates und Torsten Slok, Chefökonom von Apollo Global Management, äußerten ähnliche Warnungen.
Dennoch räumte der CEO ein, dass der KI-Bereich nicht auf einen dramatischen Niedergang zusteuert, und betonte, dass Investoren, die die Technologie verstehen, „phänomenale Summen“ verdienen könnten. Trotz der Investitionsrisiken sagte er Berichten zufolge, dass sich die Technologie als „Nettogewinn für die Wirtschaft“ erweisen werde.
Auch die Veröffentlichung des neuesten GPT-5 KI Modells von OpenAI Anfang des Monats verlief holprig. Einige Kritiker bemängelten, dass es weniger intuitiv bedienbar sei. Dies führte dazu, dass das Unternehmen zahlenden Kunden den Zugriff auf die alten GPT-4 Modelle wieder ermöglichte.
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