Apple gibt Entwicklern vier Versprechen hinsichtlich einer faireren Behandlung

Apple hat eine Reihe von Verpflichtungen vorgestellt, um den Umgang mit Drittanbietern in seinem App Store zu verbessern.

Apple gibt Entwicklern vier Versprechen hinsichtlich einer faireren Behandlung
Höhepunkte
  • Apple verspricht fairere App Store Regeln
  • Mehr Transparenz bei App Prüfungen geplant
  • Keine Bevorzugung eigener Apps zugesichert
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Apple hat eine Reihe von Verpflichtungen zur Verbesserung des Umgangs mit Drittanbietern im App Store vorgestellt und reagiert damit auf wachsende Kritik und regulatorische Überprüfung seiner marktbeherrschenden Stellung. Die am 10. Februar zeitgleich mit ähnlichen Zusagen von Google angekündigten Maßnahmen sollen Beschwerden entgegenwirken, wonach beide Unternehmen ihre eigenen Dienste und Apps in Schlüsselbereichen wie App Bewertung, Ranking, Datennutzung und Interoperabilität unfair bevorzugen.

Großbritannien erreicht einfache App Store Änderungen von Apple und Google

Die Verpflichtungen wurden im Rahmen des Regulierungsregimes für digitale Märkte der britischen Wettbewerbs und Marktaufsichtsbehörde (CMA) erreicht. Diese hatte Apple und Google im Oktober letzten Jahres aufgrund ihrer gemeinsamen Kontrolle über das britische Smartphone Ökosystem den Status „strategischer Marktführer“ zuerkannt. Diese Einstufung verleiht der CMA erweiterte Befugnisse, um konkrete Änderungen zur Förderung von Wettbewerb und Fairness auf dem Markt für mobile Apps zu fordern. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund einer breiteren Überprüfung der Entwicklerrichtlinien von Apple, einschließlich vergangener Streitigkeiten über App Store Gebühren, Zahlungsoptionen und Durchsetzungsmaßnahmen, die einige Entwickler verärgert haben.

Gemäß den der CMA vorgelegten Bedingungen müssen Apple und Google:

• Faire, objektive und transparente App Bewertungen gewährleisten und Apps, die mit ihren eigenen Diensten konkurrieren, nicht länger benachteiligen.
• Apps von Drittanbietern in den App Store Listen fair einstufen, ohne eigene Angebote zu bevorzugen.
• Entwicklerdaten, die während der App Bewertung erhoben werden, schützen und deren unfaire Verwendung verhindern.
• Die Interoperabilität verbessern, sodass Entwickler den Zugriff auf Funktionen innerhalb des iOS und Android Ökosystems in einem transparenteren und objektiveren Verfahren beantragen können.

Die CMA kündigte an, die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überwachen, unter anderem durch die Erfassung der Anzahl der Interoperabilitätsanfragen und deren Ergebnisse. Die öffentliche Konsultation zu den Vorschlägen läuft bis zum 3. März 2026. Nach der endgültigen Festlegung müssen Apple und Google die Änderungen bis zum 1. April umsetzen.

Apple erklärte, die Verpflichtungen stünden im Einklang mit seinen Prioritäten in den Bereichen Datenschutz und Sicherheit. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber Bloomberg, die Änderungen böten „großartige Chancen für Entwickler“ und ermöglichten es Apple gleichzeitig, weiterhin Innovationen zum Schutz der Nutzer voranzutreiben.

Die Reaktionen der Branche fielen jedoch gemischt aus. Einige Wettbewerbsrechtler bezeichneten die freiwilligen Zusagen als „leicht“ und ohne Durchsetzungskraft, Kritiker bezweifelten, ob sie weit genug gingen, um systemische Ungleichgewichte im App Ökosystem zu beheben.
 

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