Apple und Broadcom verlängern ihre Chip-Partnerschaft bis 2031 für künftige Gerätegenerationen.
Broadcom bestätigt verlängerte Chip-Partnerschaft mit Apple bis 2031.
Apple stellte 2025 mit dem iPhone 16e sein eigenes C1-Modem vor – ein Novum für den Konzern aus Cupertino. Später im selben Jahr brachte der Smartphone-Hersteller das iPhone Air auf den Markt, das mit Apples C1X-Modell ausgestattet ist. Für seine höherpreisigen iPhone-Modelle setzt das Unternehmen jedoch weiterhin auf 5G-Modems von Qualcomm. Obwohl Apple in der Lage war, eigene Netzwerkchips zu entwickeln, ist der Konzern für Hochfrequenz-Chips (RF) und Netzwerkmodule weiterhin auf Broadcom angewiesen. Diese ermöglichen unter anderem die drahtlose Kommunikation zwischen Apple-Geräten. Nun hat der US-amerikanische Chiphersteller bestätigt, seine „langjährige" Partnerschaft mit Apple erneuert und die Vereinbarungen zwischen beiden Unternehmen bis 2031 verlängert zu haben.
In einer 8K-Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC gab Broadcom bekannt, dass Apple zugestimmt hat, die „langjährige technologische Zusammenarbeit" bis 2031 auszuweiten. Dabei werden die Mehrjahresverträge zwischen den beiden US-Tech-Konzernen erneuert, einschließlich der Entwicklung und Lieferung maßgeschneiderter ASIC-Chips (Application-Specific Integrated Circuit). Laut dem Chiphersteller wird Apple diese Chips in künftigen Gerätegenerationen einsetzen.
Broadcom beliefert Apple bereits seit Jahren mit RF-Chips und Netzwerkmodulen für seine Geräte. Diese Chips ermöglichen zahlreiche drahtlose Konnektivitätsfunktionen für Apple-Geräte. Zudem enthalten auch Apples eigene C1- und C1X-Modems einige Komponenten, die von Broadcom geliefert werden.
TheElec berichtet, dass Apples Bestellungen bei Broadcom fast 20 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes des Chipherstellers ausmachen. Die Vertragsverlängerung soll Apple dabei helfen, sich Netzwerk-Chips für die nächsten fünf Jahre zu sichern, während sie Broadcom langfristige Nachfragesicherheit für seine Chips gibt – vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in den globalen Lieferketten.
Laut einem Bericht von Bloomberg sollen die von Broadcom und Apple gemeinsam entwickelten ASIC-Chips die „fortschrittlicheren KI-Server" antreiben, die der Konzern aus Cupertino bis 2027 einsetzen will. Der Bericht hebt hervor, dass ASIC-Chips in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben, da sie in verschiedenen Komponenten zur Verarbeitung KI-gestützter Aufgaben zum Einsatz kommen.
Die Beziehung zwischen Apple und Broadcom hatte sich Berichten zufolge in den letzten Jahren etwas „abgekühlt", da Apple an seinen eigenen N1-Chips arbeitet, die WLAN- und Bluetooth-Komponenten in iPhone-, iPad- und Mac-Modellen kombinieren.
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