Eurojust und Europol stoppen AudiA6-Geldwäschenetzwerk für Kryptowährungen

Europol und Eurojust zerschlagen AudiA6 – den Kryptomixer, der 390 Mio. Dollar für Ransomware-Gruppen wusch. Zwei Verhaftungen in Georgien.

Eurojust und Europol stoppen AudiA6-Geldwäschenetzwerk für Kryptowährungen

Photo Credit: Unsplash/Kanchanara

Europol und Eurojust zerschlagen den Kryptomixer AudiA6 – 390 Mio. Dollar gewaschen, zwei Verhaftungen in Georgien.

Höhepunkte
  • AudiA6 wusch 390 Mio. Dollar für Ransomware-Gruppen von 2022 bis 2025.
  • Zwei Administratoren in Georgien verhaftet – 25 Domains abgeschaltet.
  • Dark2Web-Forum als Werbeplattform für illegale Dienste ebenfalls gestoppt
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Eine internationale Strafverfolgungsaktion unter Beteiligung von 11 Nationen hat AudiA6 geschlossen, eine Gruppe, die zwischen 2022 und 2025 Geldwäsche in Höhe von mehr als 390 Millionen Dollar betrieb. Laut der Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) wurden zwei Administratoren, beide russische und ukrainische Staatsangehörige, in Georgien verhaftet. 25 Domains, mehr als 30 Server und 80 Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, und Kryptowährungen im Wert von etwa 900.000 Dollar wurden eingefroren.

Ermittler verbinden AudiA6-Dienst mit Ransomware und illegalen Krypto-Transfers

AudiA6 fungierte als „Mixer-as-a-Service" und wurde von Ransomware-Akteuren genutzt, die an Angriffen beteiligt waren und illegale Einnahmen aus gestohlenen Kryptowährungen erzielten, indem sie ihren Opfern einen Dienst anboten, der ihnen half, ihre Kryptowährungen gegen eine Gebühr von 3 bis 10 Prozent innerhalb einer Stunde zu „reinigen". Laut einem Bericht von Chainalysis hat die AudiA6-Wallet seit 2021 etwa 10.333 BTC im Wert von rund 389 Millionen Dollar erhalten.

Die für den Dienst verantwortliche kriminelle Gruppe betreibt Eurojust zufolge angeblich auch ein zusätzliches Forum unter dem Namen „Dark2Web", das als Plattform zur Bewerbung illegaler Dienste sowie zur Kommunikation mit anderen Cyberkriminellen weltweit dient. Die Ermittlung umfasste verschiedene Behörden aus verschiedenen Ländern, darunter die USA, Australien, Frankreich, Polen, Georgien, Island, Kanada, Deutschland, Japan, die Schweiz und Großbritannien, die durch Eurojust und Europol koordiniert wurden.

Dieses kriminelle Geldwäschesystem beinhaltete die Erstellung zahlreicher gefälschter Konten auf der Grundlage gestohlener oder gekaufter Identitäten. „Im Laufe der Ermittlungen wurden über 6.000 KYC-Dateien im Zusammenhang mit ‚Geldkurier'-Konten aufgedeckt", so Eurojust. Darüber hinaus waren zahlreiche Konten mit russischsprachigen Vermittlern verbunden, die genutzt wurden, um Transfers über Kryptowährungsbörsen zu erleichtern.

Zuvor hatten im April das US-Justizministerium (DOJ) gemeinsam mit der Polizei von Dubai ebenfalls eine internationale Razzia gegen Betrugsnetzwerke bekannt gegeben, die zur Festnahme von 276 Personen und zur Schließung von mindestens neun Krypto-Betrugszentren führte. Vier der Angeklagten und zwei flüchtige Mitverschwörer wurden laut DOJ vor einem Bundesgericht in San Diego wegen Bundesbetrugs und Geldwäsche angeklagt. Jede Anklage war bei einer Verurteilung mit einer potenziellen Freiheitsstrafe von 20 Jahren und schweren Strafen verbunden.

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