BitMart stellt seinen Betrieb bis 2027 ein, der Token BMX verliert über 70 Prozent an Wert.
BitMart schließt: Handel endet im August, kompletter Rückzug bis Januar 2027.
Die Krypto-Börse BitMart stellt ihren Handel bis zum 26. August ein. Der gesamte Betrieb endet dann am 31. Januar 2027. Laut dem angekündigten Zeitplan nimmt BitMart bereits keine neuen Nutzer und keine Einzahlungen mehr an. Der Futures-Handel läuft nur noch im „Nur-Reduzieren"-Modus. Auch die Orderbücher im Spot-Handel sind geschlossen. Laut Daten von CoinGecko hat der hauseigene Token von BitMart, BMX, mehr als 70 Prozent an Wert verloren. Grund dafür sind auch Berichte über verzögerte Auszahlungen. Zum Zeitpunkt dieses Artikels lag BMX bei 0,09 US-Dollar (umgerechnet rund 8,6 Rupien). Am Freitagabend hatte der Kurs noch bei 0,31 US-Dollar (umgerechnet rund 29 Rupien) gelegen.
Schon vor der offiziellen Ankündigung berichteten mehrere Nutzer auf X von längeren Wartezeiten bei Auszahlungen. Manche warteten viele Stunden auf ihre Tether-USDT-Auszahlung. Laut Daten von Arkham hielten Wallets von BitMart am Sonntag noch rund 71 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 682 Crore Rupien) an Krypto-Vermögen. Am 6. Juli waren es noch rund 102 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 978 Crore Rupien). Rund 41,5 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 398 Crore Rupien) davon lagen in WFI-Token der Stablecoin-Plattform WeFi. Zusätzlich waren rund 91.000 US-Dollar (umgerechnet rund 87,2 Lakh Rupien) in USDT vorhanden.
In seiner Mitteilung erklärte BitMart, dass manche Auszahlungsanträge zusätzliche Prüfungen benötigen könnten. Das könnte zu Verzögerungen führen. Nenter Chow, der frühere Geschäftsführer von BitMart, schrieb auf X, dass ihm am Freitag mitgeteilt wurde, er sei entlassen worden. Er leite BitMart nicht mehr. Chow erklärte, er sei nicht in die Entscheidung zur Schließung einbezogen worden. Er habe erst davon erfahren, nachdem das Unternehmen die Mitteilung veröffentlicht hatte.
In letzter Zeit haben bereits mehrere Krypto-Börsen ihren Betrieb eingestellt. Ein Beispiel ist Loopring, die erste Zero-Knowledge-Rollup-Lösung für Ethereum. Das DeFi-Protokoll schloss seine dezentrale Börse und seinen AMM. Der gesamte Handel wurde gestoppt, der Relayer sofort abgeschaltet. Das Loopring-Team nannte drei Hauptgründe: Das Projekt fand keine ausreichende Verbreitung, die Geschäftsentwicklung lief schlecht, und die Technik war gegenüber aktuellen zkEVM-Lösungen veraltet.
Auch mehrere DeFi-Protokolle haben inzwischen aufgegeben. Ein Beispiel ist die DeFi-Mobile-App Legend. Sie kündigte ihre Schließung nach zwei Jahren Betrieb an. Legend war ein DeFi-Aggregator. Er sollte Nutzern einen einfachen Zugang zu DeFi-Diensten bieten. Der gesamte DeFi-Markt (TVL) ist seit Oktober um fast 50 Prozent geschrumpft. Ein weiteres Beispiel ist Carrot, ein DeFi-Yield-Protokoll auf Solana. Carrot schloss nicht wegen eigener Probleme. Der Grund war der Angriff auf das Drift Protocol Anfang April.
Kryptowährungen sind nicht reguliert, gelten nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen Marktrisiken. Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen stellen keine Finanz- oder Handelsberatung dar und sind nicht als solche zu verstehen. NDTV übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die aus Investitionsentscheidungen auf Grundlage vermeintlicher Empfehlungen, Prognosen oder anderer im Artikel enthaltener Informationen entstehen.
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