Deutschland führt mit 57 MiCA-Lizenzen die EU-Rangliste an, während fünf Mitgliedstaaten noch keine einzige Zulassung erteilt haben — die Frist läuft am 1. Juli ab.
Deutschland führt mit 57 MiCA-lizenzierten Kryptounternehmen die EU-Rangliste an – Frankreich folgt mit 26.
Die von der Europäischen Union (EU) verabschiedete Markets-in-Crypto-Assets-Verordnung (MiCA) sorgt für eine ungleiche Lizenzvergabe in den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Deutschland führt dabei den Lizenzierungswettlauf an, der am Mittwoch in Kraft tritt. Laut dem am Freitag erstellten Zwischenregister der ESMA hat Deutschland 57 Krypto-Dienstleister (CASPs) mit MiCA-Zulassung. Das sind rund 23 Prozent der insgesamt 244 zugelassenen CASPs. Frankreich folgt mit 26 CASPs, etwa 11 Prozent aller Zulassungen. Die Niederlande liegen auf Platz drei.
Deutschland führt bei der MiCA-Lizenzierung insgesamt. Doch Frankreich hat seine Genehmigungen in den letzten Tagen beschleunigt und macht den Großteil der späten Zulassungen aus. Die ESMA-Zwischenzahlen zeigen: Frankreich erteilte vom 18. bis 22. Juni fünf CASP-Genehmigungen — die meisten in diesem Zeitraum. Insgesamt wurden in den EU- und EWR-Ländern 11 Genehmigungen erteilt. Malta lag mit zwei Genehmigungen auf Platz zwei hinter Frankreich. Zu den von Frankreich genehmigten CASPs gehören Bpifrance Investissement, RCUBE Asset Management, Paymium, Leonod und Meria.
Dieses Muster zeigt: Obwohl MiCA einen gemeinsamen Kryptomarkt in Europa schaffen soll, setzen die nationalen Behörden die Verordnung vor dem Stichtag am 1. Juli noch sehr unterschiedlich um. Laut dem ESMA-Zwischenregister hatten fünf EU-Mitgliedstaaten — Griechenland, Ungarn, Polen, Portugal und Rumänien — bis zum 26. Juni noch keine einzige MiCA-Lizenz vergeben.
Auch Binance, eine der weltweit größten Kryptobörsen, hat ihren MiCA-Lizenzantrag bei der griechischen Kapitalmarktaufsicht HCMC zurückgezogen. Das Unternehmen plant nun, die Lizenz in einem anderen Mitgliedstaat zu beantragen. Unterdessen haben mehrere andere Börsen Fortschritte gemacht. So gab beispielsweise OpenPayd, ein Finanzinfrastrukturunternehmen, bekannt, dass es eine Zulassung von der EU erhalten hat. Das Unternehmen kann nun über das sogenannte Passporting Krypto-Dienstleistungen im gesamten EWR anbieten.
Auch Kanga, eine in Polen ansässige Kryptobörsenplattform, gab bekannt, eine MiCA-Lizenz aus Lettland erhalten zu haben. SIA AlphaRoute, das unter dem Namen Kanga Exchange EU handelt, erhielt von der Bank von Lettland eine MiCA-Lizenz der Klasse 3, nachdem der zuständige Aufsichtsausschuss die Genehmigung erteilt hatte.
Auch die litauische Kryptobörse WhiteBIT hat eine Lizenz erhalten — von der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Damit darf WhiteBIT mit dieser einen Genehmigung Krypto-Dienstleistungen im gesamten EWR anbieten.
Kryptowährung ist eine unregulierte digitale Währung, kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt Marktrisiken. Die Informationen in diesem Artikel stellen keine Finanz- oder Handelsberatung dar und sind nicht als Empfehlung von NDTV gedacht. NDTV haftet nicht für Verluste, die aus Investitionen auf Grundlage dieses Artikels entstehen.
Werbung
Werbung
Redmi K90 Ultra Launched With Snapdragon 8 Elite Chipset, Cooling Fan and 8,550mAh Battery: Price, Specifications