Indien und Deutschland vertiefen ihre Partnerschaft für erneuerbare Energien — mit dem gemeinsamen Ziel, Fossile zu ersetzen und Energiesicherheit durch Solar, Wind und grünen Wasserstoff zu stärken.
Indien und Deutschland stärken ihre GSDP-Partnerschaft für erneuerbare Energie, Klimaschutz und Energiesicherheit.
Da Indien und Deutschland auf die Verbesserung ihrer Energiesicherheit, die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten und eine nachhaltige Entwicklung setzen, arbeiten die beiden Länder erneut im Bereich der erneuerbaren Energien zusammen.
Dies wurde in der zehnten Sitzung der Gesprächsreihe der Indisch-Deutschen Partnerschaft für Grüne und Nachhaltige Entwicklung (GSDP) zum Thema „Energiesicherheit durch erneuerbare Energien" hervorgehoben, die vom MNRE organisiert wurde.
In den Diskussionen unter Beteiligung von Regierungsvertretern, Branchenführern, Denkfabriken, Experten für erneuerbare Energien und Unternehmen aus dem Privatsektor wurden Wege erörtert, den Übergang zu sauberer Energie in Indien zu beschleunigen und ihn angesichts unsicherer fossiler Brennstoffmärkte widerstandsfähiger zu machen.
Bei der Veranstaltung erklärte der deutsche Botschafter in Indien, Dr. Philipp Ackermann, dass erneuerbare Energien nun nicht mehr nur eine Priorität im Bereich Klimawandel seien, sondern auch eine wirtschaftliche und strategische Priorität für viele Länder.
„Es ist die gemeinsame Herausforderung von Indien und Deutschland, die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und Energieunabhängigkeit zu erreichen. Die Dreiheit aus Klimaschutz, wirtschaftlicher Chance und Energiesicherheit macht erneuerbare Energien zu einer absoluten Notwendigkeit", sagte er.
In Bezug auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern erklärte Dr. Ackermann, dass das Jahr 2022 das 75-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Indien und Deutschland markiert. Er informierte, dass sich die Beziehung von der traditionellen Entwicklungszusammenarbeit hin zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung und widerstandsfähigem Wirtschaftswachstum weiterentwickelt habe.
Derzeit arbeiten die beiden Länder in mehreren Bereichen zusammen, darunter der Ausbau und die Herstellung erneuerbarer Energien, Batteriespeicherung, Netzintegration, Energieeffizienz, grüne urbane Mobilität, Erhaltung der biologischen Vielfalt, Klimaanpassung und Berufsbildung.
In seiner Ansprache erwähnte der Staatssekretär des MNRE, Santosh Kumar Sarangi, dass angesichts geopolitischer Unsicherheiten der Fokus auf Energiesicherheit zugenommen habe.
„Die Krise in Westasien hat uns erneut an die Bedeutung der Energiesicherheit erinnert. Erneuerbare Energien, einschließlich Solar- und Windenergie, Batteriespeichersysteme und grüner Wasserstoff, haben ein enormes Potenzial, Energiesicherheit zusätzlich zur nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten", sagte er.
Herr Sarangi erwähnte weiterhin, dass Energiequellen außerhalb fossiler Brennstoffe fast 54 Prozent der gesamten installierten Stromerzeugungskapazität Indiens ausmachen, und Indien bestrebt sei, bis 2030 eine Stromkapazität von 500 GW aus nicht-fossilen Energiequellen zu erreichen.
„Als Partner im globalen Energieübergang werden Indien und Deutschland weiterhin zusammenarbeiten, um zu innovieren, zu investieren und unsere gemeinsamen Ziele Energiesicherheit, nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz zu erreichen", fügte er hinzu.
Indien hat sich ambitionierte Ziele im Bereich Klimawandel und Energie gesetzt, darunter die Erreichung einer Stromkapazität von 500 GW aus nicht-fossilen Energiequellen bis 2030 und die Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2070. Solar- und Windenergie sowie Batteriespeichertechnologien werden eine bedeutende Rolle bei der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Schaffung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft spielen. In der Diskussion wurde erwähnt, dass enorme Investitionen in Energiespeichersysteme, Netzmodernisierung und öffentlich-private Partnerschaften erforderlich sein werden, um die Energieversorgung angesichts der wachsenden Nachfrage sicherzustellen.
Erneuerbare Energien werden schnell zur Grundlage aller Dekarbonisierungsbemühungen in verschiedenen Sektoren. Die nächste Stufe des Energieübergangs in Indien wird jedoch einen ganzheitlichen Ansatz erfordern, der Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Speicherung, Finanzierung, inländische Fertigung und Elektrifizierung energieintensiver Industrien umfasst. Laut dem kürzlich veröffentlichten NITI-Aayog-Bericht „Pathway to Net Zero" liegt das Hauptproblem nicht in der Verfügbarkeit saubererer Technologien, sondern in der Kapazität des Systems, saubere Energie zu integrieren, zu übertragen, zu finanzieren und zu nutzen.
Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten der deutsche Botschafter Dr. Philipp Ackermann, MNRE-Staatssekretär Santosh Kumar Sarangi, Mitgründerin und Vorsitzende für Nachhaltigkeit von ReNew Vaishali Nigam Sinha sowie Observer-Research-Foundation-Fellow Aparna Roy.
Die 2022 gegründete Indisch-Deutsche Partnerschaft für Grüne und Nachhaltige Entwicklung dient als strategische Plattform, um klimagerechte Entwicklung voranzutreiben und die Ziele des Pariser Abkommens und der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erfüllen.
Da Indien bestrebt ist, bis 2047 ein entwickeltes Land zu werden, werden Energiesicherheit und der Ausbau sauberer Energie zu entscheidenden Säulen des Wirtschaftswachstums.
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