NASA veröffentlicht bislang vollständigste Karte des Nachthimmels mit Tausenden Exoplaneten

Die NASA hat die bisher detaillierteste Karte des Nachthimmels veröffentlicht. Die aus acht Jahren TESS-Beobachtungen erstellte Darstellung zeigt Tausende bekannte und potenzielle Exoplaneten.

NASA veröffentlicht bislang vollständigste Karte des Nachthimmels mit Tausenden Exoplaneten

Photo Credit: NASA

Die neue TESS-Karte der NASA zeigt mehr als 6.000 bekannte und potenzielle Exoplaneten.

Höhepunkte
  • NASA veröffentlicht die bislang vollständigste Karte des Nachthimmels.
  • Die Darstellung basiert auf acht Jahren TESS-Beobachtungen.
  • TESS hat bislang 679 Exoplaneten bestätigt.
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Die bislang vollständigste Darstellung des Nachthimmels wurde nun mithilfe des Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) der NASA erstellt. Das beeindruckende Bild setzt sich aus Aufnahmen zusammen, die während acht Jahren kontinuierlicher Beobachtungen gesammelt wurden. Die Darstellung umfasst 96 Himmelssektoren, die zwischen April 2018 und September 2025 aufgenommen wurden. Darin sind mehr als 6.000 farbige Punkte zu sehen, die bekannte oder potenzielle Planeten markieren, welche unterschiedliche Sterne umkreisen.

Beobachtung blinkender Sterne

Laut NASA entdeckt TESS Exoplaneten mithilfe der Transitmethode. Dabei überwacht das Teleskop gleichzeitig die Helligkeit von Tausenden Sternen und registriert minimale Helligkeitsabnahmen, die auftreten, wenn ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht. Vier Weitwinkelkameras beobachten jeden Himmelssektor etwa einen Monat lang, bevor das Raumfahrzeug zum nächsten Bereich weiterzieht.

Diese geduldige und systematische Durchmusterung des Himmels hat einen umfangreichen Katalog von Planetensystemen hervorgebracht. Darüber hinaus wurden dabei auch zahlreiche weitere Objekte entdeckt, darunter erdnahe Asteroiden, junge Sternströme sowie außergewöhnliche Aktivitäten in den Zentren ferner Galaxien.

Fast 6.000 Welten und kein Ende in Sicht

Bis September 2025 konnte TESS insgesamt 679 Exoplaneten bestätigen. Zusätzlich identifizierte die Mission 5.165 Kandidaten, die noch durch weitere Beobachtungen oder detaillierte Analysen bestätigt werden müssen. Die entdeckten Welten reichen von Planeten, die kleiner als Merkur sind, bis hin zu Gasriesen, die sogar größer als Jupiter ausfallen. Zudem befinden sich einige der Kandidaten in der habitablen Zone ihrer Sterne, wo flüssiges Wasser auf der Oberfläche theoretisch möglich sein könnte.

Bereits im Jahr 2026 lieferten die TESS-Daten Hinweise auf ein Planetensystem mit einer ungewöhnlich stark geneigten Begleiterbahn sowie Anzeichen dafür, dass zwei Planeten in der Vergangenheit möglicherweise kollidiert sind. Da inzwischen auch Methoden des maschinellen Lernens zur Auswertung des stetig wachsenden Datenarchivs eingesetzt werden, rechnen Forschende damit, dass die Zahl der Entdeckungen in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen wird.

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