OpenAI Jalapeño: Erster eigener KI-Chip in nur neun Monaten entwickelt

OpenAI stellt Jalapeño vor — den ersten eigenen KI-Chip für ChatGPT-Inferenz, entwickelt mit Broadcom in nur neun Monaten, geplanter Einsatz Ende 2026.

OpenAI Jalapeño: Erster eigener KI-Chip in nur neun Monaten entwickelt

OpenAI stellt Jalapeño vor – den ersten eigenen KI-Chip, der ChatGPT-Anfragen effizienter und günstiger verarbeiten soll.

Höhepunkte
  • Jalapeño ist OpenAIs erster eigener KI-Chip – für Inferenz, nicht Trainin
  • Von der Idee bis zum fertigen Entwurf vergingen nur neun Monate.
  • Ende 2026 sollen erste Rechenzentren mit Jalapeño in Betrieb gehen.
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OpenAI hat am Donnerstag seinen ersten selbst entwickelten KI-Beschleuniger namens Jalapeño vorgestellt. Entstanden ist der Chip in Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller Broadcom aus Kalifornien. OpenAI beschreibt ihn als „Intelligence Processor" — ein Chip, der nicht für das Training von KI-Modellen gedacht ist, sondern für die sogenannte Inferenz: also das Verarbeiten von Nutzeranfragen in Echtzeit. Er soll bei Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Netzwerkanbindung besser abschneiden als die derzeit besten verfügbaren Lösungen — und das bei geringerem Stromverbrauch.

Jalapeño und OpenAIs langfristige Infrastrukturstrategie

OpenAI zufolge ist Jalapeño darauf ausgelegt, Inferenz-Aufgaben zu übernehmen, die Dienste wie ChatGPT, Codex, die OpenAI API und künftige KI-Agenten-Produkte antreiben. Das unterscheidet ihn von herkömmlichen KI-Beschleunigern, die ursprünglich für allgemeinere Zwecke gebaut wurden. Alle Aspekte des Chips — von der Architektur über das Board-Layout bis hin zur Rack-Integration, dem Netzwerk und den Bereitstellungssystemen — wurden gemeinsam mit Broadcom und dem Fertigungspartner Celestica entwickelt.

Laut dem Unternehmen laufen erste Testmuster von Jalapeño bereits in den Labors mit echten Machine-Learning-Aufgaben — darunter GPT-5.3-Codex-Spark — auf den geplanten Takt- und Leistungsaufnahmen.

OpenAI gibt an, der neue Beschleuniger könne unnötige Datenbewegungen reduzieren und gleichzeitig Rechenleistung, Speicher und Netzwerk so aufeinander abstimmen, dass die Hardware deutlich näher an ihre theoretischen Leistungsgrenzen kommt. Konkrete Benchmark-Zahlen hat das Unternehmen bisher allerdings noch nicht veröffentlicht.

Greg Brockman, Präsident und Mitgründer von OpenAI, bezeichnete Jalapeño als Teil der Bemühungen des Unternehmens, KI schneller, zuverlässiger und erschwinglicher zu machen. Er erklärte, die Welt bewege sich rasch in Richtung einer „compute-getriebenen Wirtschaft". Das Unternehmen erwartet, dass Jalapeño ab nächstem Jahr zur Grundlage einer KI-Rechenplattform über mehrere Generationen wird.

Broadcom und OpenAI geben gemeinsam an, dass Jalapeño vom ersten Entwurf bis zum Fertigungs-Tape-out in neun Monaten entwickelt wurde — einer der schnellsten ASIC-Entwicklungszyklen, die je für einen Hochleistungs-KI-Chip erreicht wurden. Broadcom brachte seine Chip-Expertise und Hochgeschwindigkeits-Netzwerktechnologien wie seinen Tomahawk-Netzwerkchip ein, während OpenAI die Plattform in großen KI-Rechenzentren einsetzen wird.

Die Vorstellung des Chips ist ein wichtiger Schritt in OpenAIs langfristiger Infrastrukturstrategie: Das Unternehmen will künftig seinen eigenen Technologie-Stack aufbauen, anstatt vollständig auf Hardware von Drittanbietern angewiesen zu sein.

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