Australien hat ein neues Gesetz verabschiedet, das Krypto-Plattformen stärker unter Finanzregeln stellt.
Photo Credit: Unsplash/Marcus Reubenstein
Australien verschärft die Regeln für Krypto-Plattformen und bringt digitale Vermögenswerte unter Finanzaufsicht.
Die australische Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, das Plattformen für digitale Vermögenswerte und tokenisierte Verwahrplattformen unter das Finanzdienstleistungs-Lizenzsystem des Landes bringen soll. Diese Regel gilt für alle Anbieter von digitalen Vermögenswerten, die in Australien tätig sind, da sie mehr Klarheit, Transparenz und Sicherheit für Investoren schaffen soll. Das Gesetz trägt den Namen The Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025 und wurde nun von beiden Kammern des australischen Parlaments verabschiedet. Dies ist zugleich ein großer Schritt für Australien bei dem Versuch, einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen.
Das Hauptziel dieser Regulierung ist es, den Kryptomarkt in Australien stärker zu kontrollieren. Dabei werden strenge Know Your Customer (KYC)-Vorgaben und Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche durchgesetzt. Das Gesetz wartet nun noch auf die Royal Assent, also die formelle Zustimmung, die der letzte Schritt vor dem Inkrafttreten ist. Danach gibt es noch einmal 12 Monate Zeit, gefolgt von einer zusätzlichen Übergangsphase, damit Unternehmen die Regeln umsetzen können.
Das Gesetz verlangt außerdem, dass Anbieter von digitalen Vermögenswerten – darunter Börsen und Verwahrplattformen – eine Australian Financial Services Licence (AFSL) von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) erhalten, also von der Finanzaufsichtsbehörde des Landes.
Eine Branchenorganisation namens The Digital Economy Council of Australia, die die digitale Wirtschaft Australiens vertritt, lobte diesen Schritt in einem Beitrag auf LinkedIn. „Zum ersten Mal haben wir nun einen gesetzlichen Rahmen, der sich direkt mit Plattformen für digitale Vermögenswerte befasst. Er bringt die lange erwartete Klarheit für Unternehmen, Investoren und Regulierungsbehörden und markiert den Wechsel von Unsicherheit hin zur Umsetzung,“ erklärte DECA. Auch die frühere stellvertretende Direktorin für Digital-Asset-Politik im Commonwealth Treasury, Jazz Ozvald, äußerte sich auf LinkedIn positiv zu diesem wichtigen Fortschritt.
Das Gesetz knüpft an frühere Entwicklungen an, bei denen australische Gesetzgeber bereits Vorschläge gemacht hatten, um Krypto-Plattformen in den bestehenden Finanzdienstleistungsrahmen einzubinden. Der frühere Vorschlag beschrieb bereits die Lizenzanforderungen für Krypto-Börsen und Verwahranbieter. Ziel war es, Krypto-Unternehmen stärker an traditionelle Finanzregeln anzupassen, Investoren besser zu schützen und die Risiken durch Marktschwankungen zu senken.
Australien positioniert sich nun als eines der Länder, das die regulatorische Kontrolle über digitale Vermögenswerte verschärft. Die neue Lizenzregel dürfte dem Sektor mehr rechtliche Klarheit und Vertrauen bringen, auch wenn sie für Anbieter höhere Compliance-Kosten verursachen könnte. Wenn sich dieser Regulierungsrahmen weiterentwickelt, könnte er langfristig bestimmen, wie Kryptounternehmen im australischen Finanzsystem arbeiten und dazu beitragen, den Markt stabil zu halten.
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