Google präsentiert auf der I/O 2026 neue Gemini- und KI-Funktionen.
Photo Credit: Google
Google erweitert seine Produkte mit neuen KI- und Gemini-Funktionen.
Google I/O 2026, die neueste Ausgabe der Entwicklerkonferenz des Unternehmens aus Mountain View, wurde am Freitag veranstaltet. Während der Eröffnungsrede kündigte Google-Chef Sundar Pichai verschiedene neue KI-Funktionen und Werkzeuge für Google-Produkte an. Außerdem verriet der Unternehmenschef, wie viele Tokens der Technologiekonzern inzwischen pro Monat verarbeitet, um KI-generierte Ergebnisse bereitzustellen. Diese Zahl soll im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um das Siebenfache gestiegen sein. Zusätzlich hat das Unternehmen weitere Gemini-gestützte Werkzeuge für Produkte wie YouTube, Gmail und Search vorgestellt. Google veröffentlichte außerdem sein neues Gemini-3.5-Flash-Modell.
Während der Entwicklerkonferenz Google I/O 2026 erklärte Pichai, dass Google inzwischen mehr als 3,2 Quadrillionen Tokens pro Monat verarbeitet. Das soll einem Anstieg um das Siebenfache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprechen. Zum Vergleich: Im Mai 2025 verarbeitete das Unternehmen 480 Billionen Tokens pro Monat, während es im gleichen Zeitraum 2024 noch 9,7 Billionen Tokens pro Monat waren.
Das Unternehmen stellte außerdem seine Gemini-3.5-Serie vor, beginnend mit Gemini 3.5 Flash. Das Modell ist derzeit weltweit für alle Nutzer in der Gemini-App sowie im KI-Modus der Google-Suche verfügbar. Entwickler können das Modell über die Antigravity-Plattform sowie über die Gemini-API in AI Studio und Android Studio nutzen. Das Unternehmen plant außerdem, das Gemini-3.5-Pro-Modell im kommenden Monat zu veröffentlichen.
Das neue Gemini-3.5-Flash-Modell soll viermal schneller sein als vergleichbare Frontier-Modelle. Gleichzeitig soll das Modell deutlich geringere KI-Kosten verursachen. Google erklärte außerdem, dass Gemini 3.5 Flash in der Lage gewesen sei, innerhalb von zwölf Stunden ein Betriebssystem zu generieren.
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Googles neues Videogenerierungsmodell Gemini Omni kann multimodale Eingaben in einer einzigen Anfrage kombinieren, um Videos zu erstellen. Das Unternehmen erklärte, dass Nutzer Referenzvideos, Bilder, Texte und Audioinhalte gemeinsam in eine Anfrage einfügen können. Zusätzlich können sie Kamerawinkel und Szenen beschreiben, woraufhin Gemini Omni ein Video erstellt. Die Funktion ist jetzt weltweit für Google-AI-Plus-, Pro- und Ultra-Nutzer in der Gemini-App und Google Flow verfügbar.
Zusätzlich stellte Google das neue Tool Gemini Spark vor, das als neuer „persönlicher KI-Agent“ des Unternehmens bezeichnet wird. Das Werkzeug basiert auf Gemini 3.5 und soll Aufgaben im Hintergrund im Namen des Nutzers ausführen können. Nutzer müssen ihre Geräte nicht geöffnet lassen, da der Agent auf virtuellen Maschinen in Google Cloud läuft. Gemini Spark soll außerdem in weitere Google-Produkte integriert werden.
Gmail, Google Docs und Google Keep erhalten neue KI-Werkzeuge, mit denen Nutzer natürliche Sprachbefehle verwenden können. Nutzer können Gemini in Google-Workspace-Apps bitten, Ideen zu sammeln oder Gedanken per Text- und Sprachbefehl zu organisieren. Außerdem integriert Google Gemini Spark in diese Plattformen. Die Funktionen sollen im Sommer veröffentlicht werden.
Darüber hinaus stellte Google Google Pics vor, ein neues Werkzeug zur Bildgenerierung und Bildbearbeitung, das auf dem Nano-Banana-Modell basiert. Es unterstützt Objektsegmentierung, Textbearbeitung und Übersetzungen. Google Pics wird innerhalb von Google Workspace verfügbar sein.
Zusätzlich erweitert das Unternehmen die AI-Inbox-Funktion in Gmail für Google-AI-Plus- und Pro-Abonnenten. Neue Funktionen umfassen personalisierte Antwortentwürfe, sofortigen Dateizugriff, das Markieren einzelner Aufgaben als erledigt, das Ausblenden unnötiger Vorschläge sowie das Markieren aller E-Mails eines Themas als gelesen mit nur einem Klick.
Google hat außerdem eine neue Suchfunktion für YouTube vorgestellt. Die Funktion mit dem Namen Ask YouTube erlaubt komplexere Suchanfragen innerhalb der Plattform. Nutzer können beispielsweise nach einer bestimmten Szene in einem Video suchen, auch wenn sie den exakten Namen des Videos nicht mehr kennen.
Ask YouTube kann außerdem die „relevantesten Videos“ zusammenstellen und Informationen aus dem gesamten YouTube-Katalog, einschließlich YouTube-Videos und YouTube Shorts, abrufen, um Antworten zu generieren.
Die Funktion wird derzeit für YouTube-Premium-Abonnenten in den USA ab 18 Jahren eingeführt. Google plant, die Funktion bald auch in weiteren Regionen bereitzustellen.
Ein weiteres großes Highlight der Veranstaltung war das Upgrade von Google Search. Das Unternehmen stellte eine neue KI-Suchleiste als Erweiterung des KI-Modus in der Suche vor. Sie bietet Nutzern einen eigenen Bereich für konversationsbasierte Suchanfragen.
Google Search zeigt nun außerdem KI-generierte Suchvorschläge an und unterstützt multimodale Suchanfragen. Nutzer können dadurch Bilder, Texte und Audioeingaben für Suchanfragen verwenden.
Zusätzlich kann das System mehrere KI-Agenten gleichzeitig verwalten. Zunächst werden jedoch nur Informationsagenten unterstützt, die im Hintergrund arbeiten und Nutzer über verschiedene Themen auf dem Laufenden halten.
Google Search erhält außerdem agentenbasierte Buchungsfunktionen und Funktionen für agentenbasiertes Programmieren. So kann Google Search beispielsweise einen privaten Karaoke-Raum für sechs Personen an einem Freitagabend finden, inklusive Preisangaben und direkten Buchungslinks. Diese Funktionen sollen später im Sommer für alle Nutzer in den USA veröffentlicht werden.
Das Unternehmen aus Mountain View bringt außerdem agentenbasierte Handelsfunktionen mit Hilfe des Universal Commerce Protocol (UCP) auf verschiedene Plattformen. Das neue Werkzeug mit dem Namen Universal Cart ermöglicht Einkäufe direkt über Google Search, innerhalb der Gemini-App, beim Ansehen eines YouTube-Videos oder beim Lesen von E-Mails in Gmail. Laut Google funktioniert das System plattformübergreifend mit verschiedenen Händlern und Diensten.
Google kündigte außerdem an, den neuen Android Halo Indicator später in diesem Jahr mit Android 17 einzuführen. Das Werkzeug zeigt Nutzern an, welche Aufgaben der KI-Agent aktuell ausführt. Der Indikator erscheint links oben auf dem Bildschirm neben der Uhrzeit.
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Zum Abschluss präsentierte das Unternehmen neue Smartglasses auf Basis der Android-XR-Plattform. Derzeit nutzt nur Samsungs AR/VR-Headset das Android-XR-Betriebssystem. Google bestätigte nun offiziell zwei Kategorien intelligenter Wearables: ein Audiobrillen-Modell sowie ein weiteres Modell mit integriertem Display.
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