Neue Studie stellt Theorie über Uranus und Neptun infrage

Neue Forschung zeigt möglicherweise mehr Gestein als Eis in Uranus und Neptun.

Neue Studie stellt Theorie über Uranus und Neptun infrage

Photo Credit: JPL-CALTECH / BJÖRN JÓNSSON / NASA

Forscher stellen die bisherige Theorie über Uranus und Neptun infrage.

Höhepunkte
  • Neue Studie untersucht Uranus und Neptun.
  • Die Planeten könnten mehr Gestein als Eis enthalten.
  • Forscher schlagen eine neue Klassifizierung vor.
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In der Vergangenheit wurden Uranus und Neptun als sogenannte „Eisriesen“ bezeichnet. Die beiden äußersten Planeten unseres Sonnensystems galten bisher als Körper, die hauptsächlich aus Wasser-, Ammoniak- und Methaneis unter dichten Atmosphären bestehen.

Eine neue Studie, die im Mai 2026 in der Fachzeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ veröffentlicht wurde, stellt diese Theorie jedoch infrage. Die Forscher vermuten nun, dass beide Planeten deutlich mehr Gestein als Eis enthalten könnten. Dies könnte wichtige Grundlagen der Planetenforschung verändern.

Was die Forschung herausgefunden hat

Das Forschungsteam unter der Leitung von Yamila Miguel vom Niederländischen Institut für Weltraumforschung entwickelte ein Modell zur Untersuchung des inneren Aufbaus der beiden Planeten.

Die Studie zeigte, dass die äußeren Schichten von Uranus und Neptun hauptsächlich aus Gestein und Gasen bestehen und weniger Eis enthalten könnten.

Durch die Temperaturen in den Atmosphären bildeten sich Silikatwolken. Diese verwandelten sich später in feste Stoffe und führten zur Entstehung von Gestein.

Die Forscher fanden heraus, dass schwere Gesteinselemente im Durchschnitt etwa 60 Prozent des untersuchten Bereichs ausmachen.

Neue Diskussion über die Klassifizierung der Planeten

Die Idee für die Studie entstand nach neuen Erkenntnissen über transneptunische Objekte. Dabei handelt es sich um Himmelskörper, die um Neptun kreisen. Forscher entdeckten, dass diese Objekte weniger eisig sind als bisher angenommen.

Dadurch entstand die Frage, ob Uranus und Neptun ähnliche Eigenschaften besitzen könnten.

Die Folgen dieser Forschung könnten groß sein. Yamila Miguel erklärte, dass die beiden Planeten möglicherweise neu klassifiziert werden sollten. Der Begriff „kleine Riesen“ könnte laut ihr besser passen.

Bereits eine Studie der Universität Zürich aus dem Jahr 2025 hatte die Theorie der „Eisriesen“ infrage gestellt. Auch dort kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass Uranus und Neptun wahrscheinlich weniger Eis enthalten als früher gedacht.

Zwar besitzen beide Planeten weiterhin Eis in ihrem Inneren, jedoch offenbar in deutlich geringerer Menge als bisher angenommen.

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