77 seltene Rote Quasare entdeckt: Neue Einblicke in die Entwicklung von Galaxien

Die Entdeckung von 77 roten Quasaren liefert neue Hinweise darauf, wie Galaxienverschmelzungen das Wachstum supermassereicher Schwarzer Löcher beeinflussen.

77 seltene Rote Quasare entdeckt: Neue Einblicke in die Entwicklung von Galaxien

Photo Credit: S. Munro

Rote Quasare gelten als wichtige Zwischenstufe in der Entwicklung von Galaxien.

Höhepunkte
  • 77 neue rote Quasare entdeckt
  • Entstanden vermutlich durch Galaxienkollisionen
  • SPHEREX-Teleskop spielte entscheidende Rolle
Werbung

Im Zentrum vieler großer Galaxien befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch. Wenn solche Schwarzen Löcher Materie aufnehmen, entstehen Quasare – einige der leuchtkräftigsten Himmelsobjekte im Universum. Es gibt jedoch auch Quasare, deren Licht durch Staub verdeckt wird und die deshalb schwach und rötlich erscheinen. Wissenschaftler haben kürzlich 77 solcher „roten Quasare“ entdeckt und damit bestätigt, dass sie tatsächlich eine wichtige Phase der Galaxienentwicklung darstellen.

Wenn Galaxien kollidieren

Nach der aktuellen Theorie der Galaxienentwicklung lösen Galaxienverschmelzungen eine Kettenreaktion im Universum aus. Während der Kollision strömen Gaswolken in die Zentren der Galaxien. Dadurch entstehen zusätzliche Sterne und das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum wächst weiter an. Das Schwarze Loch entwickelt sich dabei hinter einem Schleier aus Gas und Staub, was zu einem schnellen Wachstum des Schwarzen Lochs und zur Entstehung eines geröteten Quasars im optischen Bereich führt. Die Existenz dieser Phase wurde über viele Jahre vermutet, ihr Nachweis erwies sich jedoch als äußerst schwierig.

Kosmische Winde und eine Staubreinigung

Beobachtungen mit dem NASA-Weltraumteleskop SPHEREX führten zur Entdeckung weiterer 77 Quasare mit hoher Rotverschiebung. Dies deutet darauf hin, dass sie vor Milliarden von Jahren entstanden sind, als das Universum seinen Höhepunkt der Sternentstehung erreichte. Entscheidend ist, dass diese Objekte zwar sehr hell leuchten, jedoch nur wenig heiße Staubstrahlung aussenden. Daraus schließen Forscher, dass sie den heißen Staub in ihrer Umgebung gerade verdrängen. Wissenschaftler hatten bereits überzeugende Hinweise auf molekulare Gasströme mit Geschwindigkeiten von 500 bis 1.000 Kilometern pro Sekunde in geröteten Quasaren gefunden.

Werbung

Werbung

© Copyright Red Pixels Ventures Limited 2026. All rights reserved.
Trending Products »
Latest Tech News »