Apple bekommt neuen CEO mit Fokus auf AI.
Photo Credit: Apple
Apple bereitet sich auf neue Führung unter Ternus vor.
Im 21. Jahrhundert gehört der CEO-Posten bei Apple zu den stabilsten und bekanntesten Positionen in der Tech-Welt. Zuerst geprägt von Steve Jobs und später neu gestaltet von Tim Cook, hat diese Rolle die Richtung der globalen Consumer-Technologie stark beeinflusst. Als Apple nun ankündigte, dass Cook zurücktritt und Platz für John Ternus macht, reagierte die Welt mit Überraschung und Neugier.
Statt einen bekannteren Namen wie Craig Federighi oder Eddy Cue zu wählen, entschied sich der Vorstand für jemanden, der eher im Hintergrund gearbeitet hat. Doch das ist nicht neu für Apple. Schon 2011, als Steve Jobs aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, setzte das Unternehmen auf den damals weniger bekannten Cook — eine Entscheidung, die Apple für die nächsten 15 Jahre geprägt hat. Mit Ternus könnte Apple nun einen ähnlichen Schritt gemacht haben.
Die Ankündigung, dass Cook als CEO zurücktritt und die Rolle des Executive Chairman übernimmt, kam für viele überraschend. Allerdings war dies keine kurzfristige Entscheidung. Erste Berichte über seinen möglichen Rücktritt gab es bereits im Oktober 2025, kurz bevor Cook 65 Jahre alt wurde.
In den USA liegt das typische Rentenalter zwischen 62 und 67 Jahren. Gleichzeitig musste Apple in den letzten Jahren mehrere wichtige Führungskräfte ersetzen, darunter den ehemaligen CFO Luca Maestri und den früheren COO Jeff Williams. Daher suchte das Unternehmen aktiv nach einem langfristigen Nachfolger.
Viele mögliche Kandidaten wurden diskutiert, doch Alter und Erfahrung spielten eine große Rolle. Einige waren zu alt für eine langfristige Lösung, andere noch nicht erfahren genug. Wie schon 2011 entschied sich Apple schließlich für jemanden, der nicht im Rampenlicht stand.
John Ternus, aktuell Senior Vice President of Hardware Engineering, wird am 1. September CEO. Er arbeitet seit über 25 Jahren bei Apple und begann 2001 im Produktdesign-Team. 2013 wurde er Vice President und 2021 Teil des Führungsteams.
Er ist bekannt für seine Arbeit an Mac, iPad, iPhone, AirPods und Apple Watch. Laut internen Quellen gilt er als guter Teamplayer, klarer Entscheider und bodenständige Führungspersönlichkeit.
Gleichzeitig wird gesagt, dass er eher vorsichtig und strategisch handelt, statt große Risiken einzugehen. Das macht ihn zu einem stabilen Manager, aber nicht unbedingt zu einem radikalen Innovator.
Dennoch bringt er viel technisches Wissen mit und kennt sowohl Produktentwicklung als auch Lieferketten — wichtige Stärken für die Rolle als CEO.
Wenn Ternus die Führung übernimmt, stehen ihm große Herausforderungen bevor. Besonders das Thema künstliche Intelligenz ist aktuell eine der größten Schwächen von Apple. Das Unternehmen ist spät in den AI-Markt eingestiegen und hat bisher weniger Fortschritte gezeigt als seine Konkurrenten.
Ein großes Problem ist die Weiterentwicklung von Siri, die im Vergleich zu modernen AI-Chatbots deutlich zurückliegt. Trotz mehrfacher Ankündigungen wurden Verbesserungen immer wieder verschoben.
Für Ternus wird es entscheidend sein, Apples eigene AI-Technologie weiterzuentwickeln und schnell auszubauen. Nur so kann das Unternehmen im Wettbewerb bestehen und seine Marktposition sichern.
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