Eine in den Programmcode integrierte, neu entdeckte Chatbot-ähnliche Benutzeroberfläche deutet darauf hin, dass Nutzer bald mithilfe natürlicher Sprache lokale Einträge aktualisieren könnten.
Berichten zufolge testet Google eine bedeutende Verbesserung der „Änderung vorschlagen“ Funktion von Google Maps, indem das große Sprachmodell Gemini in den Prozess der Community Beiträge integriert wird. Die Änderung wurde bei der Analyse der APK Datei von Maps Version 26.05.04.860829830 entdeckt. Dies deutet darauf hin, dass Nutzer bald Korrekturen mithilfe natürlicher Spracheingaben anstelle traditioneller Formularfelder vornehmen können.
Derzeit müssen Google Maps Nutzer, die Details wie Öffnungszeiten, Telefonnummern oder Ortsnamen aktualisieren möchten, die einzelnen Felder in einem strukturierten Formular manuell auswählen und bearbeiten. Mit dem geplanten Update würde nach dem Tippen auf „Änderung vorschlagen“ eine von Gemini unterstützte Konversationsschnittstelle angezeigt. Nutzer könnten ihre Korrekturen einfach in Alltagssprache eingeben oder sprechen, beispielsweise „Dieses Café öffnet jetzt um 8 Uhr, nicht um 9 Uhr“, und die KI würde diese Eingabe den entsprechenden strukturierten Feldern zuordnen.
Die überarbeitete Benutzeroberfläche soll sich eher wie die Interaktion mit einem Chatbot anfühlen als wie das Ausfüllen eines Formulars. Erste Code Hinweise zeigen ein KI gesteuertes Eingabefeld am unteren Bildschirmrand, das die Nutzer dynamisch durch ihre Vorschläge führt. Trotz der neuen Benutzeroberfläche werden alle Änderungen weiterhin zur Moderation und Genehmigung an Google übermittelt, bevor sie in Maps erscheinen, wodurch die Datenqualitätskontrollen der Plattform erhalten bleiben.
Die Integration von Gemini in die Community-Bearbeitungsfunktionen von Maps ist Teil von Googles umfassenderer Strategie, seine KI in alle Kernservices zu integrieren. Google hat bereits Gemini basierte Verbesserungen für die Fußgänger und Fahrradnavigation eingeführt, die es Nutzern ermöglichen, während der Fahrt kontextbezogene Fragen zu stellen. Dazu gehören Fragen wie „Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Nähe?“ oder „Gibt es Cafés mit Toiletten entlang meiner Route?“, ohne die Navigation zu unterbrechen.
Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der Ersatz starrer Bearbeitungsformulare durch natürliche Spracheingaben die Hürde für Nutzerbeiträge senken und zu genaueren und aktuelleren Einträgen führen könnte. Maps stützt sich derzeit auf Crowdsourcing Daten für Millionen von Orten weltweit, und die Vereinfachung des Bearbeitungsprozesses könnte die Beteiligung von Gelegenheitsnutzern sowie erfahrenen Local Guides erhöhen.
Die Funktion befindet sich jedoch noch in der Entwicklung und ist noch nicht öffentlich verfügbar. Google hat noch keinen offiziellen Veröffentlichungstermin bekannt gegeben, und die Analyse der APK Datei stellt interne Experimente dar, die sich vor der Veröffentlichung noch ändern oder verzögern können.
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