Braune Zwerge könnten durch Verschmelzung zu Sternen werden

Forscher haben ein ungewöhnliches System aus zwei Braunen Zwergen entdeckt. Die beiden könnten durch Materieaustausch oder eine Kollision am Ende zu einem echten Stern werden.

Braune Zwerge könnten durch Verschmelzung zu Sternen werden

Photo Credit: NASA/Caltech

Zwei Braune Zwerge könnten durch eine Verschmelzung doch noch zu einem echten Stern werden.

Höhepunkte
  • Astronomen haben zwei Braune Zwerge entdeckt, die sich möglicherweise zu
  • Das System liegt etwa 1.000 Lichtjahre entfernt und umkreist sich extrem
  • Forscher wollen das ungewöhnliche Objekt jetzt noch genauer untersuchen
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Braune Zwerge sind so etwas wie die „nicht ganz erfolgreichen“ Objekte im Universum. Sie sind zu groß, um Planeten zu sein, aber zu klein, um echte Sterne zu werden. Braune Zwerge haben eine Masse, die etwa 13 bis 80 Mal so groß wie die von Jupiter ist. Sie haben aber nicht genug Masse, um in ihrem Inneren Kernfusion zu starten. Genau dieser Prozess bringt Sterne zum Leuchten. Jetzt haben Astronomen jedoch eine spannende Entdeckung gemacht. Zwei solcher „gescheiterten Sterne“ könnten durch eine Verschmelzung doch noch zu einem echten Stern werden.

Rekord-Entdeckung 1.000 Lichtjahre entfernt

Laut einer neuen Studie haben Forscher mit Hilfe der Zwicky Transient Facility (ZTF) ein besonderes System entdeckt. Es trägt den Namen ZTF J1239+8347 und besteht aus zwei Braunen Zwergen, die sich sehr nah umkreisen. Einer gibt dabei Materie an den anderen ab. Eine komplette Umrundung dauert nur 57,41 Minuten. Das gesamte System ist so klein, dass es zwischen Erde und Mond passen würde. Beide Objekte haben ungefähr die 60- bis 80-fache Masse von Jupiter. Bisher wurde so ein Materieaustausch nur bei viel schwereren Objekten gesehen, zum Beispiel bei Weißen Zwergen – also den Überresten sonnenähnlicher Sterne. Der leitende Forscher Samuel Whitebook von Caltech sagte dazu: „Diese gescheiterten Sterne bekommen eine zweite Chance.“

Zwei Möglichkeiten, ein Ergebnis

Für dieses System gibt es zwei mögliche Entwicklungen. Erstens könnte einer der Braunen Zwerge immer mehr Materie aufnehmen und irgendwann so schwer werden, dass Kernfusion doch noch beginnt. Zweitens könnten die beiden zusammenstoßen und zu einem neuen Stern verschmelzen. In beiden Fällen würden also zwei lichtschwache Objekte am Ende ein viel helleres Objekt bilden. Forscher wollen ZTF J1239 jetzt auch mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA genauer beobachten. Dadurch könnten noch mehr Details über dieses ungewöhnliche System bekannt werden. Außerdem vermuten Wissenschaftler, dass es noch viele ähnliche Systeme gibt, die in Zukunft mit dem neuen Vera Rubin Observatory in Chile entdeckt werden könnten.

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