Ungarn lockert Krypto-Regeln zugunsten von MiCA

Ungarn hebt seine strenge Krypto-Validierungspflicht auf, CoinCash erhält erste MiCA-Lizenz.

Ungarn lockert Krypto-Regeln zugunsten von MiCA

Ungarn lockert Krypto-Regeln: CoinCash erhält als Erste eine MiCA-Lizenz.

Höhepunkte
  • Ungarns Parlament hebt die Validierungspflicht für Kryptowährungen auf
  • CoinCash erhält als erstes Unternehmen im Land eine MiCA-Lizenz
  • Alte Regeln hatten Anbieter wie Revolut und eToro aus dem Markt gedrängt
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Ungarn lockert seine strengen Krypto-Regeln. Grund dafür ist die Handelsplattform CoinCash, die ihren Betrieb wieder aufnehmen darf. Möglich macht das eine Genehmigung nach der EU-Verordnung MiCA. Das ungarische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die bisherige Validierungspflicht für Kryptowährungen im Land aufhebt. Das berichtet die Publikation Ado.hu. Ungarns Finanzminister Kármán András erklärte, die neuen Regeln seien nötig geworden, weil die alten Gesetze den heimischen Kryptomarkt stark belastet hätten.

Regulatorischer Rückzieher soll Ungarns Kryptomarkt wiederbeleben

Das ist eine große Veränderung für Ungarns Kryptobranche. Eine zusätzliche Genehmigungspflicht fällt damit weg. Möglich wurde diese Pflicht durch ein Gesetz zu Kryptowerten aus dem Jahr 2024. Es hatte einen eigenen Prüfprozess für bestimmte Krypto-Umwandlungen geschaffen. Die Regeln galten seit dem 1. Juli 2025. Ein lizenzierter Prüfer musste dabei unter anderem die Herkunft der Kryptowährung, die Wallet-Eigentümerschaft sowie Kundendaten überprüfen.

Finanzminister Kármán András schrieb zudem in einem Facebook-Post am Dienstag: „Wegen der bisherigen negativen und marktstörenden Regeln haben viele Anbieter ihre Krypto-Dienste in Ungarn eingestellt. Der Markt zeigt jetzt aber erste Anzeichen einer Erholung."

Das System führte zusätzlich zu MiCA eine weitere Genehmigungsebene für einzelne Transaktionen ein. Zudem verkürzte Ungarn die Übergangsfrist zu MiCA für Krypto-Dienstleister (CASPs) deutlich. Statt der maximalen EU-Frist bis zum 1. Juli 2026 mussten Unternehmen in Ungarn die Vorgaben bereits ab dem 1. Juli 2025 erfüllen. Das strengere regulatorische Umfeld führte dazu, dass mehrere Krypto-Börsen ihren Betrieb in Ungarn einstellten. Ein Beispiel ist CoinCash, eine Krypto-Börse mit Sitz in Budapest. Sie stellte ihre Dienste im Dezember 2025 freiwillig ein, um sich auf die MiCA-Zertifizierung vorzubereiten.

Anfang dieses Monats bestätigte auch Ripple, dass es nun über die MiCA-Zulassung für Europa verfügt. Die luxemburgische Finanzaufsicht hatte dem Unternehmen die Lizenz als Krypto-Dienstleister (CASP) erteilt. Das kommt, nachdem Ripple bereits im Juni mit der bestehenden E-Geld-Lizenz des Unternehmens autorisiert worden war. Diese Lizenz erlaubt es Ripple, Krypto-Dienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anzubieten.

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