IP44 bis IP69K: Alle Schutzklassen im Überblick

Ein Ratgeber, der erklärt, was IP-Schutzklassen wie IP67, IP68 und IP69 wirklich bedeuten.

IP44 bis IP69K: Alle Schutzklassen im Überblick

IP-Schutzklassen einfach erklärt: Was steckt hinter IP54, IP67 und IP68?

Höhepunkte
  • Erste Ziffer steht für Staubschutz, zweite für Wasserschutz
  • IP67 schützt vor kurzzeitigem Untertauchen bis 1 Meter für 30 Minuten
  • IP68 bietet tieferen oder längeren Schutz, Details variieren je Herstelle
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Was ist eine IP-Schutzklasse?

Wenn ihr schon einmal nach einem neuen Smartphone geschaut habt, seid ihr wahrscheinlich schon auf Begriffe wie IP54, IP67 oder IP68 in den technischen Daten gestoßen. Diese Angaben werden oft als Zeichen für Robustheit hervorgehoben, können aber verwirrend sein, wenn man nicht weiß, was die Zahlen eigentlich bedeuten. Eine IP-Schutzklasse zeigt, wie gut ein Gerät unter standardisierten Testbedingungen gegen Staub und Wasser geschützt ist, wobei nicht jede Schutzklasse das gleiche Schutzniveau bietet. Hier erfahrt ihr alles Wichtige über IP-Schutzklassen und was sie für die alltägliche Nutzung bedeuten.

Wenn ihr schon einmal die technischen Daten eines Smartphones angeschaut habt, seid ihr wahrscheinlich schon auf Begriffe wie IP68 oder IP69 gestoßen. Diese Angaben zeigen, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. IP steht für „Ingress Protection" (Schutz gegen Eindringen), einen internationalen Standard, der in der Norm IEC 60529 definiert ist und den Widerstand eines Produkts gegen feste Partikel und Flüssigkeiten misst. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Grundsätzlich gilt: Je höher die Zahl, desto besser der Schutz.

Eine IP-Schutzklasse bedeutet jedoch nicht, dass ein Gerät vollständig wasserdicht oder gegen jede Art von Schaden immun ist. Zu verstehen, was jede Schutzklasse bedeutet, kann euch helfen, ein Smartphone auszuwählen, das zu eurem Lebensstil passt – egal, ob ihr zusätzlichen Schutz vor Regen, versehentlichen Verschüttungen oder staubiger Umgebung benötigt.

Was die erste Zahl in einer IP-Schutzklasse bedeutet

Die erste Zahl gibt an, wie gut ein Gerät gegen feste Gegenstände, einschließlich Staub, geschützt ist. Sie reicht von 0 bis 6, wobei höhere Zahlen besseren Schutz bieten. Ein Smartphone mit der Schutzklasse IP5X ist beispielsweise gegen die meisten Staubarten geschützt, wobei winzige Partikel dennoch eindringen können, ohne die Funktion zu beeinträchtigen.

Die Schutzklasse IP6X hingegen bedeutet, dass das Gerät unter standardisierten Testbedingungen vollständig staubdicht ist. Wenn ihr euer Smartphone häufig im Freien, auf Reisen oder in staubiger Umgebung nutzt, lohnt sich ein Blick auf diese Zahl. Die meisten modernen Flaggschiff-Smartphones tragen die Schutzklasse IP6X, was zusätzliche Sicherheit bietet, dass Staub und Schmutz die Leistung des Geräts über die Zeit weniger wahrscheinlich beeinträchtigen.

Was die zweite Zahl in einer IP-Schutzklasse bedeutet

Die zweite Zahl einer IP-Schutzklasse gibt an, wie gut ein Gerät Wasser standhält. Stellt sie euch als Skala vor, die von alltäglichen Verschüttungen bis hin zum vollständigen Untertauchen reicht. Die Werte 1 bis 4 decken leichte Belastungen ab, wie tropfendes Wasser, Regen und Spritzer. Ein Wert von 5 oder 6 bedeutet, dass das Gerät Wasserstrahlen standhalten kann und somit auch stärkeren Wasserströmen sicher gegenübersteht.

Ab 7 verlagert sich die Prüfung auf das Untertauchen. Ein Gerät mit IPX7 kann für begrenzte Zeit in Süßwasser untergetaucht werden, während ein Gerät mit IPX8 für tieferes oder längeres Untertauchen ausgelegt ist. Die höchste Schutzklasse, IPX9, bietet zusätzlichen Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. Denkt jedoch daran: Selbst die höchste IP-Schutzklasse macht ein Smartphone nicht vollständig wasserdicht, weshalb es weiterhin ratsam ist, Salzwasser, Poolwasser und heiße Flüssigkeiten zu vermeiden.

Die am häufigsten verwendeten IP-Schutzklassen

IP44: Diese Schutzklasse findet ihr häufig bei Elektronik und Zubehör für den Innenbereich. Sie schützt das Gerät gegen feste Gegenstände größer als 1 mm sowie gegen Wasserspritzer aus allen Richtungen und eignet sich damit für Orte, an denen gelegentlicher Kontakt mit Feuchtigkeit zu erwarten ist.

IP54: Für viele Alltagsgeräte bietet IP54 eine gute Balance zwischen Staub- und Wasserschutz. Es schützt gegen begrenztes Eindringen von Staub, das den normalen Betrieb nicht beeinträchtigt, und widersteht zudem Wasserspritzern aus allen Richtungen.

IP64: Die Schutzklasse IP64 ist eine gute Wahl, wenn ihr Schutz gegen Staub in Kombination mit Widerstandsfähigkeit gegen alltägliche Spritzer benötigt. Sie bestätigt, dass das Gerät staubdicht ist und gegen Wasserspritzer aus allen Richtungen geschützt ist.

IP65: Diese Schutzklasse findet ihr häufig bei Produkten, die für den Außeneinsatz konzipiert sind. Sie bedeutet, dass das Gerät vollständig gegen Staub geschützt ist und Niederdruck-Wasserstrahlen aus allen Richtungen standhält, jedoch nicht für das Untertauchen in Wasser ausgelegt ist.

IP67: Viele Smartphones verfügen über die Schutzklasse IP67, die vollständigen Schutz gegen Staub sowie Widerstandsfähigkeit gegen vorübergehendes Untertauchen in Süßwasser bietet. Diese Schutzklasse bedeutet, dass das Gerät getestet wurde, um ein Untertauchen in bis zu 1 Meter tiefem Süßwasser für bis zu 30 Minuten zu überstehen.

IP68: Wenn ihr heute ein Premium-Smartphone kauft, verfügt es wahrscheinlich über die Schutzklasse IP68. Das bedeutet, das Gerät ist vollständig gegen Staub geschützt und wurde getestet, um tieferes oder längeres Untertauchen in Süßwasser zu überstehen als ein Gerät mit IP67-Schutzklasse. Beachtet jedoch, dass die genaue Tiefe und Dauer von Hersteller zu Hersteller variieren.

IP69: Seht ihr die Schutzklasse IP69, bedeutet das, dass das Gerät vollständig gegen Staub geschützt ist und Hochdruck- sowie Heißwasserstrahlen standhält. Während IP68 die Widerstandsfähigkeit gegen Untertauchen misst, testet IP69 die Fähigkeit eines Geräts, kraftvollen Wasserstrahlen standzuhalten. Diese Schutzklasse findet man am häufigsten bei robusten Smartphones und Industriegeräten.

IP69K: Diese Schutzklasse trefft ihr am ehesten bei Industrie- und Automobilprodukten an, weniger bei alltäglichen Konsumgeräten. Sie ist dafür ausgelegt, Hochdruck- und Heißwasserstrahlen aus kurzer Distanz standzuhalten, wie sie bei intensiven Reinigungsvorgängen eingesetzt werden. Obwohl die Norm IEC 60529 inzwischen die gleichwertige IP69-Schutzklasse enthält, verwenden Hersteller in diesen Branchen weiterhin häufig die Bezeichnung IP69K.

1. Ist ein Smartphone mit IP68-Schutzklasse vollständig wasserdicht?
Nein. Die Schutzklasse IP68 bedeutet, dass das Smartphone unter kontrollierten Bedingungen auf Staubschutz und Untertauchen in Süßwasser getestet wurde. Sie macht das Gerät nicht vollständig wasserdicht.

2. Welche IP-Schutzklasse eignet sich am besten für ein Smartphone?
IP67 und IP68 sind für die meisten Nutzer ideal. Wenn ihr zusätzlichen Schutz gegen Hochdruck-Wasserstrahlen benötigt, achtet auf ein Gerät mit der Schutzklasse IP69.

3. Kann ein Smartphone mit IP-Schutzklasse trotzdem einen Wasserschaden erleiden?
Ja. IP-Schutzklassen basieren auf Tests mit Süßwasser, sodass Salzwasser, Poolwasser, heiße Flüssigkeiten und alltägliche Abnutzung trotzdem zu Schäden führen können.

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