Neue NASA-Studie zeigt überraschenden Effekt in der Marsatmosphäre

Forscher haben erstmals den Zwan-Wolf-Effekt in der Marsatmosphäre entdeckt und damit neue Erkenntnisse über die Wechselwirkung des Planeten mit dem Sonnenwind gewonnen.

Neue NASA-Studie zeigt überraschenden Effekt in der Marsatmosphäre

Photo Credit: LASP

NASA-Forscher entdecken erstmals den Zwan-Wolf-Effekt auf dem Mars.

Höhepunkte
  • Neuer Effekt in Marsatmosphäre entdeckt
  • NASA nutzte Daten der MAVEN-Mission
  • Sonnenwind beeinflusst Mars stärker als gedacht
Werbung

Es gibt kein globales Magnetfeld auf dem Mars — eine Tatsache, die eine wichtige Rolle dabei gespielt hat, wie wir das Entweichen der Atmosphäre des Planeten ins All verstehen. Mithilfe des NASA-Satelliten MAVEN zeigen neue Forschungen jedoch, dass die Wechselwirkung des Mars mit dem Sonnenwind möglicherweise deutlich komplexer ist als ursprünglich angenommen. Die Studie basiert auf älteren Daten, die ab Dezember 2025 von einem inzwischen inaktiven Satelliten gesammelt wurden.

Der Zwan-Wolf-Effekt: Eine Premiere auf dem Mars

Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht und beschreibt den ersten Nachweis des sogenannten Zwan-Wolf-Phänomens in der Atmosphäre eines Planeten. Das Phänomen wurde ursprünglich 1976 vorgeschlagen und beschreibt eine Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind — einem Strom geladener Teilchen der Sonne — und einer magnetischen Barriere, die Plasma durch einen sogenannten Flux-Tube-Prozess komprimiert.

Christopher Fowler von der West Virginia University, Hauptautor der Studie, wurde bei der Analyse der MAVEN-Magnetfelddaten während des großen Sonnensturms, der den Mars im Dezember 2023 traf, auf ungewöhnliche Auffälligkeiten aufmerksam.

Neue Erkenntnisse für ungeschützte Welten

Lange Zeit ging man davon aus, dass der Zwan-Wolf-Effekt ein starkes globales Magnetfeld voraussetzt — ein Magnetfeld, das der Mars bereits vor Milliarden Jahren verloren hat. Die neue Entdeckung könnte bedeuten, dass der Effekt nicht nur auf unmagnetisierten Himmelskörpern wie Venus und Titan, einem Mond des Saturns, möglich ist. Dadurch könnten Modelle zum Weltraumwetter und dessen Einfluss auf planetare Atmosphären erweitert werden.

Experten gehen davon aus, dass der Effekt wahrscheinlich ständig auf dem Mars stattfindet, normalerweise jedoch unterhalb der Nachweisgrenze bleibt und erst durch den starken Sonnensturm sichtbar wurde.

Werbung

Werbung

© Copyright Red Pixels Ventures Limited 2026. All rights reserved.
Trending Products »
Latest Tech News »