Großbritannien geht gegen Kryptoplattformen und Unternehmen vor, die Russland mithilfe von Stablecoins und Krypto-Transaktionen unterstützt haben sollen.
Photo Credit: Unsplash/Szymon Shields
Großbritannien verhängt neue Sanktionen gegen Kryptoplattformen mit Russland-Verbindungen.
Das britische Foreign, Commonwealth and Development Office (FCDO) hat Sanktionen gegen 18 Kryptobörsen, Banken und Krypto-Einzelpersonen angekündigt, darunter auch eine mit Kirgisistan verbundene Stablecoin-Infrastruktur. Diese Akteure sollen Russland dabei geholfen haben, internationale Handelsblockaden zu umgehen. Hauptziel der Maßnahmen ist das A7-Netzwerk — eine Unternehmensgruppe, die behauptet, im vergangenen Jahr mithilfe von Kryptowährungen rund 90 Milliarden Dollar (etwa 8,61,120 Crore Rupien) in die russische Wirtschaft gelenkt zu haben. Dieser Betrag liegt über der Hälfte des jährlichen Militärbudgets des Landes. Außerdem hat die britische Regierung die Kryptobörse HTX wegen ihrer Unterstützung Russlands auf die Sanktionsliste gesetzt.
Die Kryptobörse HTX, früher unter dem Namen Huobi Global bekannt und mit Sitz in Panama, gehört zu den jüngsten Unternehmen, die im Rahmen eines Vorgehens gegen Organisationen sanktioniert wurden, welche Russland zur Umgehung britischer Sanktionen genutzt haben soll. Die britischen Behörden erklärten zudem, dass sie einen begründeten Verdacht gegen HTX hätten.
Bereits im Mai 2025 hatte das FCDO A7 LLC sanktioniert — ein russisches Unternehmen hinter dem Rubel-Stablecoin A7A5, der Russland im Krieg gegen die Ukraine unterstützt haben soll. Die aktuelle Ankündigung stellt eine Ausweitung dieser Maßnahmen dar, da nun weitere mit A7 verbundene Unternehmen betroffen sind, die den Stablecoin A7A5 ausgeben.
Die Sanktionen gegen britische Unternehmen und Einzelpersonen basieren auf zwei zentralen Säulen. Die erste betrifft das Einfrieren von Vermögenswerten. Dadurch wird britischen Bürgern und Unternehmen untersagt, mit Geldern oder wirtschaftlichen Ressourcen zu handeln, die den sanktionierten Organisationen gehören oder von ihnen kontrolliert werden. Für die Börsen innerhalb des A7-Netzwerks bedeutet dies ein vollständiges Einfrieren aller Vermögenswerte unter britischer Gerichtsbarkeit.
Dies ist nicht das erste Mal, dass HTX ins Visier britischer Regulierungsbehörden gerät. Bereits 2025 leitete die britische Financial Conduct Authority (FCA) rechtliche Schritte gegen das Unternehmen wegen illegaler Krypto-Werbung in sozialen Medien ein. Die Behörde erklärte, HTX habe auf TikTok, X, Facebook, Instagram und YouTube gegen Marketingvorschriften verstoßen.
Bereits im April hatte die Kryptobörse Grinex, die ebenfalls eng mit der Unterstützung der russischen Wirtschaft und der Finanzierung militärischer Operationen gegen die Ukraine im Jahr 2022 in Verbindung gebracht wird, ihren Handel eingestellt. Hintergrund war der Verlust von mehr als einer Milliarde Rubel, was rund 13,4 Millionen Dollar (etwa 128 Crore Rupien) entspricht. Der mutmaßliche Angriff wies laut Berichten Hinweise auf die Beteiligung ausländischer Geheimdienste auf.
Die Börse erklärte weiter, dass die Gelder von 54 Adressen entwendet worden seien und die Art des Angriffs sowie die digitale Spur auf ein bislang beispielloses Maß an Ressourcen und Technologie hindeuteten. Grinex steht weiterhin unter Beobachtung, da die Plattform als Fortsetzung der zuvor gesperrten Kryptobörse Garantex beschrieben wird.
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