Neue Methode soll Hinweise auf außerirdisches Leben verbessern.
Photo Credit: Getty Images
Forscher untersuchen neue Wege zur Suche nach Leben im All.
Wissenschaftler suchen seit Langem nach Hinweisen auf Leben, indem sie nach Biosignaturen suchen — also biologischen Molekülen wie Aminosäuren und Fettsäuren. Doch allein der Nachweis dieser Verbindungen gilt als unzuverlässig, da auch nicht-biologische chemische Prozesse sie erzeugen können. Nun hat ein Team unter der Leitung von Gideon Yoffe vom israelischen Weizmann-Institut einen neuen Ansatz vorgeschlagen. Dabei wird nicht nur untersucht, welche Moleküle vorhanden sind, sondern auch, wie sie organisiert sind. Die Studie wurde in Nature Astronomy veröffentlicht.
In der Studie untersuchten die Wissenschaftler nach ökologischen Prinzipien etwa 100 Proben von Asteroiden, Meteoriten, Fossilien, Mikroben und Bodenproben. Die Forschung zeigte, dass biologische Moleküle ein einzigartiges Organisationsmuster besitzen. Während biologisch erzeugte Aminosäuren eine größere Vielfalt zeigen und gleichmäßiger verteilt sind, zeigen Fettsäuren das Gegenteil — weniger Vielfalt und eine ungleichmäßige Verteilung.
Außerdem können die besonderen Eigenschaften biologischer Moleküle selbst in stark beschädigten Proben erkannt werden. Dinosauriereier zeigten beispielsweise bestimmte Muster, die darauf hindeuten könnten, dass sich auch alte mikrobielle Spuren auf dem Mars entdecken lassen. Dort herrschten früher vermutlich deutlich günstigere Bedingungen für Leben.
Die Methode könnte auch bei der aktuellen NASA-Mission Europa Clipper eingesetzt werden. Die Sonde befindet sich derzeit auf dem Weg zum Jupitermond Europa und soll ihn bis 2031 erreichen.
Es wird angenommen, dass Europa einen unterirdischen Ozean besitzt, der mindestens doppelt so viel Wasser enthält wie alle Ozeane der Erde zusammen. Deshalb gilt Europa als einer der wahrscheinlichsten Orte für mögliches Leben außerhalb der Erde.
Europa Clipper besitzt ein Analysegerät für Oberflächenstaub an Bord. Dieses untersucht Eispartikel von Europas Oberfläche sowie das mögliche Vorhandensein von Aminosäuren.
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