Google rollt Gemini Avatar für weitere Premium-Nutzer aus. Die Funktion erstellt einen KI-Avatar mit Gesicht, Stimme und individuellen Sprechmustern und ermöglicht die Erstellung personalisierter Inhalte.
Photo Credit: Google
Mit Gemini Avatar können zahlende Nutzer einen digitalen KI-Zwilling erstellen, der Aussehen und Stimme realistisch nachbildet.
Google erweitert die Verfügbarkeit seiner Gemini-Avatar-Funktion für eine größere Gruppe zahlender Gemini-Abonnenten. Die Funktion ermöglicht es Nutzern, eine KI-gestützte digitale Version ihrer selbst zu erstellen, die innerhalb von Gemini zur Erstellung von Videos und anderen Inhalten verwendet werden kann. Angetrieben wird die Funktion von Gemini Omni, Googles neuem KI-Modell, das laut Unternehmen Inhalte jeder Art aus nahezu beliebigen Eingaben generieren kann. Die erstmals im März bei einer APK-Analyse entdeckte Funktion wurde entwickelt, um das Aussehen und die Stimme eines Nutzers möglichst realistisch nachzubilden.
Die Avatar-Funktion kann in der Gemini-App über Einstellungen > Avatar aufgerufen werden. Nach der Aktivierung können Nutzer einen personalisierten KI-Avatar erstellen, der ihre Gesichtszüge, Stimme und typische Ausdrucksweise nachahmt. Der Avatar lässt sich anschließend auch innerhalb von Gemini-Unterhaltungen über spezielle Befehle aufrufen.
Laut Google ist die Einrichtung relativ einfach. Zunächst müssen Nutzer eine kamerabasierte Trainingssitzung absolvieren. Dabei wird das Smartphone auf Augenhöhe gehalten, während verschiedene Anweisungen auf dem Bildschirm befolgt werden. Das System erfasst das Gesicht aus mehreren Perspektiven, um ein detailliertes Modell der Gesichtsstruktur zu erstellen.
Im zweiten Schritt erfolgt das Stimmtraining. Nutzer werden aufgefordert, verschiedene zufällige Sätze und Zahlen laut vorzulesen. Dadurch analysiert Gemini Sprachmuster, Tonlage, Akzent und Sprechgeschwindigkeit. Nach Abschluss der Einrichtung wird der Avatar mit dem Google-Konto verknüpft und steht anschließend in verschiedenen Gemini-Anwendungen zur Verfügung.
Damit die Gesichts- und Sprachaufnahmen akzeptiert werden, empfiehlt Google, das Smartphone auf Augenhöhe zu halten und auf eine ausgewogene Beleuchtung zu achten. Augen, Nase und Mund müssen vollständig sichtbar sein. Brillen sind erlaubt und können Teil des Avatars werden. Hüte, Sonnenbrillen und Gesichtsmasken sind hingegen nicht gestattet. Außerdem dürfen sich keine weiteren Personen oder Gesichter im Hintergrund befinden.
Google hat zudem mehrere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, um Risiken im Zusammenhang mit realistischen KI-Avataren zu reduzieren. Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um einen Avatar erstellen zu können. Darüber hinaus muss der Kontoinhaber während des gesamten Registrierungsprozesses persönlich anwesend sein.
Das Unternehmen betont außerdem, dass alle mit Gemini Avatar erzeugten Videos mit der unsichtbaren SynthID-Wasserzeichentechnologie versehen werden. Diese wird direkt in die generierten Inhalte eingebettet und kann mit speziellen Google-Tools erkannt werden. Laut Google soll dies helfen, KI-generierte Videos eindeutig zu kennzeichnen und Missbrauch einzuschränken.
Bislang hat Google nicht bekannt gegeben, ob Gemini Avatar künftig auch für Nutzer der kostenlosen Gemini-Version verfügbar sein wird.
Werbung
Werbung