Gefälschte FIFA-Websites und Krypto-Zahlungen werden laut Behörden zunehmend für WM-Betrug genutzt. Fußballfans sollen besonders vorsichtig bei Ticketkäufen und Online-Angeboten sein.
Behörden warnen Fußballfans vor gefälschten FIFA-Webseiten und Krypto-Betrug rund um den Verkauf von WM-Tickets und Fanartikeln.
Das Sheriff's Department des Los Angeles County (LASD) hat eine öffentliche Warnung vor einer steigenden Zahl von Online-Betrugsfällen im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft herausgegeben. Betroffen sind insbesondere Fußballfans, die nach Eintrittskarten, Fanartikeln, Hospitality-Paketen, Streaming-Diensten oder Wettmöglichkeiten suchen. Laut Behörden nutzen Cyberkriminelle die enorme Popularität des Turniers aus, indem sie gefälschte FIFA-Websites und täuschend echt wirkende Social-Media-Anzeigen erstellen, die offiziellen Ticket- und Bezahlplattformen stark ähneln.
Die Ermittler warnen, dass Betrüger Webseiten entwickelt haben, die sich als offizielle FIFA-Portale ausgeben, um sensible persönliche Daten sowie Finanzinformationen von Fußballfans zu sammeln.
In ihrer Warnung betont die Behörde, dass Kryptowährungen zu den bevorzugten Zahlungsmethoden von Betrügern gehören. Fußballfans sollten daher besonders vorsichtig sein, wenn Verkäufer Zahlungen ausschließlich per Kryptowährung, Banküberweisung, Peer-to-Peer-Zahlungsdiensten, Geschenkkarten oder anderen schwer rückverfolgbaren Zahlungsmethoden verlangen.
Die Strafverfolgungsbehörden weisen darauf hin, dass Kryptowährungstransaktionen nur schwer nachverfolgt werden können. Ist das Geld einmal überwiesen, haben Opfer meist nur geringe Chancen, die verlorenen Beträge zurückzuerhalten.
Darüber hinaus warnt das LASD davor, Screenshots, PDF-Bestätigungen oder ausgedruckten Tickets zu vertrauen, die von Privatpersonen über Online-Plattformen angeboten werden. Solche Dokumente lassen sich leicht fälschen und bieten keine Garantie für die Echtheit der Eintrittskarten.
Die Behörden empfehlen Fußballfans, die offizielle FIFA-Website direkt über den Browser aufzurufen, anstatt Links aus Werbeanzeigen, Social-Media-Beiträgen, SMS-Nachrichten, Telegram-Gruppen oder WhatsApp-Chats zu nutzen.
Zu den wichtigsten Sicherheitshinweisen gehört die Überprüfung der Internetadresse. Nutzer sollten sicherstellen, dass die URL korrekt als „www.fifa.com“ eingegeben wird und auf „.com“ endet. Verdächtige Links mit abweichenden Adressen sollten konsequent gemieden werden, um Betrugsrisiken zu minimieren.
Zudem empfehlen die Behörden, gespeicherte Lesezeichen oder Favoriten für den Zugriff auf Login-Seiten zu verwenden, anstatt Suchergebnisse oder Werbeanzeigen in Suchmaschinen anzuklicken.
Erst vor wenigen Tagen hatte auch die britische Finanzaufsicht FCA Fußballvereine vor Kooperationen mit nicht regulierten Krypto-Unternehmen und Handelsplattformen gewarnt. Nach Ansicht der Behörde können solche Partnerschaften rechtliche Risiken, Geldwäscheprobleme und Reputationsschäden verursachen. Vereine sollen Sponsoren daher deutlich gründlicher prüfen, bevor sie Werbe- oder Sponsoringverträge abschließen.
Für Personen, die bereits Opfer eines Betrugs geworden sind, haben die Behörden ebenfalls klare Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Betroffene sollten umgehend die Polizei informieren, ihre Bank oder den Kreditkartenanbieter kontaktieren, Screenshots sowie Zahlungsnachweise sichern und eine Meldung beim Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI einreichen.
The Los Angeles County Sheriff's Department is warning residents about World Cup-related online scams targeting fans looking for tickets, hospitality packages, merchandise, streaming access, and betting opportunities.
— LA County Sheriffs (@LASDHQ) June 3, 2026
Cybercriminals are creating fake FIFA websites and social… pic.twitter.com/788jSqIwCR
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