Interstellarer Komet 3I ATLAS liefert neue Erkenntnisse

Ein fremder Komet zeigt neue Hinweise zur Planetenbildung.

Interstellarer Komet 3I ATLAS liefert neue Erkenntnisse

Photo Credit: NASA

Komet 3I ATLAS kommt aus einem fremden Sternsystem.

Höhepunkte
  • Seltenes interstellares Objekt entdeckt
  • Hoher Anteil an schwerem Wasser nachgewiesen
  • Hinweise auf extrem kalte Herkunftsregion
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Ein interstellarer Eindringling wurde entdeckt, der unser Verständnis darüber verändern könnte, wie Planeten in der Galaxie entstehen. Der Komet 3I/ATLAS, der zu einer sehr kleinen Gruppe von nur drei bekannten interstellaren Objekten gehört, die unser Sonnensystem erreicht haben, wurde erstmals am 1. Juli 2025 mit dem ATLAS-Teleskop beobachtet. Dieses Teleskop wird von NASA unterstützt und befindet sich in Chile. Wissenschaftler erkannten, dass es sich um ein Objekt von außerhalb unseres Sonnensystems handelt, weil es sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 220.000 Kilometern pro Stunde bewegte.

Ein gefrorenes Fossil aus einer extrem kalten Welt


Eine Studie vom 23. April 2026, veröffentlicht in Nature Astronomy von Forschern der University of Michigan, nutzte das ALMA-Teleskop, um erstmals sogenanntes „schweres Wasser“ (deuteriertes Wasser) in einem interstellaren Objekt nachzuweisen. Der Komet enthält etwa 30-mal mehr schweres Wasser als Kometen aus unserem Sonnensystem und etwa 40-mal mehr als die Ozeane der Erde. Da diese hohe Konzentration nur bei extrem niedrigen Temperaturen unter 30 Kelvin vorkommt, deutet dies darauf hin, dass der Komet in einem sehr kalten Sternsystem entstanden ist.

Botschaften aus einer fernen Welt


3I/ATLAS ist das jüngste Objekt aus der kleinen Gruppe interstellarer Kometen. Während frühere Objekte kaum Informationen über ihre Zusammensetzung lieferten, ist 3I/ATLAS der erste interstellare Komet, bei dem das Verhältnis von Deuterium zu Wasserstoff gemessen wurde. Dieses Verhältnis gibt Hinweise auf seine Entstehung in einem fernen Sternsystem, das möglicherweise heute gar nicht mehr existiert. Die Mitautorin Teresa Paneque-Carreño erklärt, dass jedes interstellare Objekt Informationen über seine eigene Geschichte trägt. Mit Teleskopen wie ALMA können Wissenschaftler nun die chemische Zusammensetzung entfernter Planetensysteme untersuchen.

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