Rocket Lab startet Europas erste Celeste-Navigationssatelliten

Rocket Lab hat erfolgreich zwei Celeste-Satelliten gestartet, die Europas Navigation im niedrigen Erdorbit testen sollen.

Rocket Lab startet Europas erste Celeste-Navigationssatelliten

Photo Credit: Rocket Lab

Rocket Lab startet zwei Celeste-Satelliten für Europas künftiges Navigationssystem im niedrigen Erdorbit.

Höhepunkte
  • Rocket Lab hat zwei Celeste-Navigationssatelliten erfolgreich gestartet
  • Die ESA testet damit eine neue LEO-Schicht für Galileo
  • Das Projekt soll Navigation in Städten und Polarregionen verbessern
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Die Electron-Rakete von Rocket Lab hat am 28. März 2026 erfolgreich zwei Celeste-Navigationssatelliten von Neuseeland aus gestartet. Der Start war die erste europäische Navigations-Demonstrationsmission im niedrigen Erdorbit (LEO). Die Mission mit dem Namen „Daughter of the Stars“ brachte die Satelliten in eine kreisförmige sonnensynchrone Umlaufbahn in einer Höhe von 510 Kilometern über der Erde. Die Celeste-Satelliten tragen experimentelle Nutzlasten, um neue Signale im L- und S-Frequenzband zu testen. Sie sollen die LEO-Schicht des europäischen Navigationssystems Galileo erproben.

Start und Nutzlast

Laut Space.com startete die dreistufige Electron-Rakete von Rocket Lab am 28. März 2026 um 22:14 Uhr NZDT (09:14 Uhr UTC) von der Mahia-Halbinsel in Neuseeland. Die Nutzlast wurde in eine kreisförmige sonnensynchrone Umlaufbahn in einer Höhe von 510 Kilometern über der Erde gebracht. Der erste Satellit trennte sich 20 Minuten nach dem Start, der zweite folgte vier Minuten später.

Bei den experimentellen Satelliten handelt es sich um IOD-1 und IOD-2, mit einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm beziehungsweise 30 Kilogramm. Dies ist erst die erste Phase des Celeste-Programms der ESA, wobei insgesamt 11 LEO-Navigationsdemonstratoren geplant sind.

Missionsziele und Bedeutung

Die Celeste-Mission ist eine Demonstrationsmission der ESA im niedrigen Erdorbit. Ihre Satelliten liefern stärkere Signale für Nutzer, da sie sich in einer Höhe von nur etwa 510 Kilometern befinden – im Vergleich zu rund 23.200 Kilometern bei Galileo. Laut ESA soll diese LEO-Schicht die Navigation in Europa verbessern, robuster machen und neue Dienste ermöglichen.

Die näheren Signale sollen besonders dabei helfen, städtische Gebiete, Bereiche zwischen Gebäuden sowie polare Regionen besser abzudecken. Um künftige Anwendungen wie autonomen Verkehr, das Internet der Dinge (IoT) und Indoor-Navigation zu unterstützen, wird Celeste neue Mehrfrequenz-Signale testen. Langfristig plant die ESA, bis 2027 insgesamt 11 Celeste-Satelliten einzusetzen, um die Demonstrationsphase abzuschließen.

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